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Kunsthalle Ravensburg



Mission


Die Columbus Art Foundation ist eine Initiative der Columbus-Unternehmensgruppe, die sich im Wesentlichen auf drei Aktivitäten konzentriert: fördern, zeigen und sammeln. Die drei Aktivitäten finden in der gut 800 qm großen firmeneigenen Kunsthalle Ravensburg zusammen. Ein Höhepunkt ist der im zweijährigen Rhythmus vergebene „Columbus-Förderpreis für aktuelle Kunst“. Flankiert werden die Aktivitäten der C-AF seit mehreren Jahren durch ein spezielles Vermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche: die Kunstentdecker.


fördern. Seit 1996 verfolgt die Columbus Art Foundation das Ziel, junge hochqualitative Kunst zu fördern. Bis zum Jahr 2009 stand im Zentrum dieser Bemühungen ein Förderprojekt für Akademie-Abgänger. 2006 wurde die Columbus Unternehmensgruppe für die Aktivitäten im Rahmen dieses Förderprojekts mit dem 1. Deutschen Kulturförderpreis durch den Kulturkreis im BDI ausgezeichnet.
Im Jahr 2010 wurde das Förderprojekt durch den „Columbus-Förderpreis für aktuelle Kunst“ abgelöst. Der mit 30.000,- Euro dotierte Preis nimmt zahlreiche Grundzüge des alten Förderprojekts auf. So bleibt das aufwendige Auswahl- und Juryverfahren erhalten. Eine sechsköpfige Jury wählt in einer ersten Runde aus etwa 80 vorgeschlagenen Bewerbungen, die von ca. 25 Ausbildungsinstitutionen aus dem gesamten Bundesgebiet kommen, sechs Positionen für eine Shortlist-Ausstellung aus. Aus diesen sechs bestimmt die Jury dann in einer zweiten Runde zum Abschluss der Ausstellung den Förderpreisträger. Fester Bestandteil des Förderpreises sind eine große Einzelausstellung sowie eine umfangreiche monografische Publikation, die genau ein Jahr nach Vergabe realisiert werden sowie Ankäufe für die Sammlung Columbus.


Gabriela Oberkofler | Buggelkraxen | 2010 | Installation unterwegs | Foto: Thierry Chassepoux
Gabriela Oberkofler ist die erste Preisträgerin des neu eingerichteten "Columbus-Förderpreis für aktuelle Kunst", 2010.


zeigen. Zum Kern des Columbus-Engagements für aktuelle Kunst gehört ein umfangreiches Ausstellungsprogramm, das sich ab 2011 wieder ganz auf die hausinterne, 800 qm große Kunsthalle Ravensburg konzentriert. Hier zeigt die Columbus Art Foundation jährlich mehrere große Wechselausstellungen.


Ausstellungsansicht: ›die Präsenzproduzenten‹ Große Sommerausstellung 2007 in der Ravensburger Kunsthalle mit 25 Künstlern, hier (v.l.n.r.): Tata Ronkholz, Tilo Schulz, Y8 (Benita & Immanuel Grosser, Katharina Grosse, Wolfgang Winter / Berthold Hörbelt


Zwischen 2008 und 2010  verteilte sich der Wechselausstellungsbetrieb der C-AF auf zwei Standorte: neben der Kunsthalle Ravensburg unterhielt die Columbus-Unternehmensgruppe eine zweite Ausstellungshalle in der HALLE 14 / Spinnerei Leipzig.


Ausstellungsansicht: ›Wollust – the presence of absence‹, Eröffnungsausstellung Leipzig 2008, hier (v.l.n.r.): Joachim Bandau, Platino, Manfred Pernice, Louise Lawler, Wilhelm Müller


Dass die Wahl auf das Spinnereigelände und hier speziell auf die HALLE 14 fiel, hat unterschiedliche Gründe. Hauptargument war die Nachbarschaft zu einer der derzeit interessantesten Ausbildungsstätten im deutschsprachigen Raum, der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Daneben entspricht das explizit nicht-kommerzielle Leitbild der HALLE 14 exakt dem Eigenanspruch der Columbus Art Foundation. Vor allem durch die anregenden Nachbarschaften wurde die Spinnerei für uns zu einen Lernort. Von den gemachten Erfahrungen wird auch unser Ausstellungsprogramm der kommenden Jahre in Ravensburg profitieren.

sammeln. Die Sammlung Columbus entsteht seit 1995. Im Kern konzentriert sie sich auf den Ankauf von Werken der geförderten Künstlerinnen und Künstler. Darüber hinaus wurden im kleineren Umfang Werke von bereits renommierteren Künstlern angekauft. Die Sammlung Columbus wird sich auch zukünftig auf Ankäufe im Kontext des Columbus-Förderpreises konzentrieren. Darüber hinaus fokussieren die Ankäufe drei themenbezogene Schwerpunkte, die einerseits offen genug sind, um eine Vielfalt zu halten und andererseits spezifisch genug sind, um Rahmen zu setzen, die die Sammlung noch präziser auf den Kontext der Columbus-Unternehmensgruppe und den Firmensitz bezieht. Hinzu kommen Ankäufe aus den selbst gemachten Ausstellungen.


Anna Witt | Import Export Life Conditions | 2005-2006 | Installation, verschiedene Medien, Ankauf 2008